"Wir schulen mit Hunden unsere Authentizität, um so eine bessere Abstimmung zwischen Gefühlen, Bewusstsein und Kommunikation zu erreichen. Dieser Weg führt nicht allein zum Hunde, wir erfahren uns selbst als "vollständige" Person"
(Dorit Feddersen-Petersen)


Philosophie

Meine Ideen zum artgerechten Zusammenleben von Mensch und Hund wurden von in meinen Erfahrungen bei einer Gruppe chilenischer Ureinwohnern geprägt. Wenn dort ein Pferd "gezähmt" wird, geschieht dies nicht, indem es immer wieder gegen seinen Willen bestiegen wird, bis sein Widerstand und ein großer Teil seines Willens gebrochen sind. Die Menschen zähmen es, indem sie das Vertrauen des Tieres gewinnen. Auch Hunde waren Arbeitstiere im Stamm. Sie wurden als wertvolle Mitglieder eines Teams betrachtet und mit höchstem Respekt behandelt. Leinen wurden dort nicht verwendet und nicht einmal "Leckerlis" als Belohnung waren vonnöten. Aufbauend auf diesem Erleben, meiner Erfahrung mit eigenen Hunden und der Beschäftigung mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelten sich die folgenden Prinzipien:

Gewaltfreiheit ist der wichtigste Pfeiler meiner Arbeit. Sie meint eine Ablehnung aller Formen der körperlichen und psychischen Bestrafung - einschließlich des immernoch bei vielen Hundetrainern beliebten "Leinenrucks". Nur durch einen respektvollen Umgang mit Tieren kann tatsächlich die Art von Vertrauen untereinander entstehen, von der auch der Mensch in hohem Maße profitiert, weil auch er sich auf seinen Hund verlassen kann.

Bedürfnisorientierung ist ebenfalls sehr wichtig. Für ein zufriedenes Zusammenleben ist es unverzichtbar, die Bedürfnisse der beteiligten Menschen und Tiere bestmöglich zu kennen und in ein lebendiges Gleichgewicht zu bringen. Die Grundlage hierfür ist eine klare Kommunikation, auch in dem Sinne, die Signale des Hundes zu kennen und richtig zu lesen, damit seine Bedürfnisse wahrgenommen werden können, bevor er sein Gleichgewicht verliert.

Stressvermeidung ist ein weiterer wichtiger Ansatz, um friedlich zusammenzuleben und die Gesundheit der Tiere zu erhalten. Das gilt nicht nur für den Alltag, sondern unbedingt auch für die gemeinsame Arbeit und speziell das Lernen von Neuem. Daher wird auf alle negativen Reize, seien es Berührungen, Geräusche oder Worte, beim Training verzichtet.

Philosophie - Manada Leipzig